power up
Ex-Zonen in Unternehmen

Ex-Zonen

Von Tankstellen über Raffinerien und Lackierereien bis hin zu Betrieben, in denen feinstäubige Materialien oder gröbere Stäube gelagert oder verarbeitet werden, gibt es viele Arbeitsumfelder, in denen explosionsgefährdete Bereiche unvermeidlich sind. Ein erhebliches Risiko, zum Beispiel für Mitarbeiter oder Einsatzkräfte der Feuerwehr. Umso wichtiger ist es daher, dass dort, wo entzündliche Gase, Dämpfe sowie zündfähiger Staub eine Explosion verursachen könnten, entsprechende Ex-Schutz-Zonen eingerichtet sind. Entscheidend ist, dass in einem Ex-Bereich und dessen Zonen ausschließlich geeignetes Werkzeug zum Einsatz kommt.

Worin sich die verschiedenen Ex-Zonen der Definition nach voneinander unterscheiden und welche Voraussetzungen eine nach den europäischen ATEX-Richtlinien zertifizierte 
Taschenlampe für Ex-Zonen erfüllen muss, liest Du hier.

Definition – was sind Ex-Zonen?

Ex-Zonen sind Bereiche, in denen die Möglichkeit besteht, dass eine zündfähige Konzentration von brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben auftritt. Die Gefahr einer Explosion oder Staubexplosion ist dort groß und gegebenenfalls lebensgefährlich. Generell wird dabei zwischen zwei Gruppen von Substanzen unterschieden:


  1. Gasen, Dämpfen, Nebeln
  2. Stäuben

Für jede dieser Stoffgruppen gibt es drei Ex-Zonen, insgesamt also sechs Ex-Zonen. Doch egal, ob Du es in der jeweiligen Zone mit Staub, Gas, Dämpfen oder einem brennbaren Nebel zu tun hast: Der Einsatz von Werkzeug oder Taschenlampen, die eine Zündquelle darstellen können, stellt in jedem Fall eine große Gefahr dar.

Welche Ex-Zonen gibt es?

Bei den Ex-Zonen handelt es sich um Bereiche, in denen die Gefahr einer Explosion besteht. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Ex-Zonen je nach Gefahrenlage, bzw. dem Auftreten einer zündfähigen Konzentration brennbaren Gases, Staubs oder Dampfs.

Mitarbeiter trägt eine Atex-Stirnlampe in Ex-Zone

Ex-Zone 2 bzw. 22 Definition

Als Ex-Zone 2 oder 22 werden Bereiche gekennzeichnet, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre nur selten und kurzzeitig auftritt. Auch wenn es keine gesetzliche Regelung gibt, die das „seltene“ oder „kurzzeitige“ Auftreten genau definiert, reicht es aus, wenn eine explosive Atmosphäre pro Jahr für weniger als 30 Minuten zustande kommt. Unterschieden wird dabei zwischen der Ex-Zone 2 (zündfähige Atmosphäre aufgrund von Gas, Dampf oder Nebel) und der Ex-Zone 22 (zündfähige Atmosphäre aufgrund brennbarer Stäube).

Ex-Zone 1 bzw. 21 Definition

Zur Ex-Zone 1 zählen Bereiche, in denen sich unter Normalbedingungen gelegentlich eine Atmosphäre mit explosionsfähigen Dämpfen, Gasen oder Nebeln bilden kann. Von einem gelegentlichen Auftreten spricht man, wenn ein explosionsfähiges Gemisch zu weniger als 50 % der Betriebszeit, aber in Summe länger als 30 Minuten jährlich auftritt. Ist ein Bereich als Zone 21 ausgewiesen, handelt es sich um eine Umgebung, in der mit einem brennbaren Staub gerechnet werden muss.

Ex-Zone 0 bzw. 20 Definition

Bei der Ex-Zone 0 handelt es sich um eine Umgebung, in der eine explosionsfähige Gas-Atmosphäre häufig, bzw. zu mehr als 50 % der Betriebszeit auftreten kann. Analog zu den Ex-Zonen 22 und 21 ist auch die Zone 20 durch das Auftreten eines explosionsfähigen Staubgemischs gekennzeichnet.

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Ex-Zonen haben wir in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.

Ex-Zonen-Tabelle

Einteilung der unterschiedlichen EX-Zonen
Wie häufig tritt in der jeweiligen Zone eine explosionsfähige Atmosphäre auf
Gekennzeichnet durch das Auftreten von folgenden brennbaren Medien
Ex-Zone 2seltenGas, Dampf, Nebel
Ex-Zone 1gelegentlichGas, Dampf, Nebel
Ex-Zone 0häufigGas, Dampf, Nebel
Ex-Zone 22seltenStaub
Ex-Zone 21gelegentlichStaub
Ex-Zone 20häufigStaub

Richtlinien für Ex-Zonen

In der EU gibt es zwei sogenannte ATEX-Richtlinien, die alle geltenden Vorschriften für den Verkauf, sowie die Inbetriebnahme von Geräten und Schutzsystemen umfassen, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden dürfen. ATEX steht dabei für „atmosphères explosibeles“ (französisch für explosionsfähige Atmosphäre).

Die eine Richtlinie richtet sich an die Betreiber von Anlagen, in denen explosionsfähige Atmosphären herrschen können und gibt vor, welche Mindestanforderungen zum Schutz der Mitarbeiter eingehalten werden müssen. Unter anderem werden hier Maßnahmen aufgeführt, wie Arbeitgeber durch die Auswahl der geeigneten Arbeitsmittel Explosionsrisiken vermeiden können.

Die andere Richtlinie wendet sich an Hersteller von Produkten, die in den Ex-Zonen zum Einsatz kommen. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle Maschinen, Anlagen, Apparate und Geräte, die in den Ex-Zonen genutzt werden, die Anforderungen an den Explosionsschutz erfüllen. Zum Beispiel müssen bestimmte Normen und Temperaturklassen für die einzelnen Gerätekategorien in den jeweiligen Ex-Zonen eingehalten werden.

Mit den Richtlinien soll sichergestellt werden, dass alle Personen, die sich in Ex-Schutz-Zonen aufhalten, bestmöglich geschützt sind und keine Verletzungen erleiden. Die in den Richtlinien definierten Anforderungen gelten für jede Zone und Anlagen, die unter die in der Ex-Zonen-Tabelle aufgeführten Bereiche fallen.

Was sind Temperaturklassen?

Alle Geräte, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bestimmt sind, werden abhängig von ihrer maximalen Oberflächentemperatur entsprechenden Temperaturklassen zugeordnet. Beim Einsatz eines Gerätes muss darauf geachtet werden, dass die Zündtemperatur des Stoffes, der in der Ex-Zone vorkommt, der Temperaturklasse des Geräts entspricht. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass nur Geräte in Ex-Zonen eingesetzt werden dürfen, deren maximale Oberflächentemperatur unter der Zündtemperatur des vorherrschenden Stoffes liegt. Bei der Berechnung der maximalen Oberflächentemperatur wird zudem ein Puffer hinzugerechnet, damit ist eine Entzündung des Stoffes in der Ex-Zone durch das Gerät ausgeschlossen.

Folgende Temperaturklassen gibt es:

Temperaturklasse
Zündtemperatur des Stoffs
Maximale Oberflächentemperatur
T1> 450° C
450° C
T2> 300 bis 450 ° C300 ° C
T3> 200 bis 300 ° C200 ° C
T4> 135 bis 200 °C135 °C
T5> 100 bis 135 °C100 °C
T6> 85 °C85 °C

Deckt ein Gerät eine hohe Temperaturklasse ab, zum Beispiel Klasse T5, darf es auch in den niedrigeren Klassen (T1 – T4) eingesetzt werden. Für staubgefährdete Bereiche wird statt der Temperaturklasse direkt die maximale Oberflächentemperatur auf dem Produkt angegeben.

Auf Ledlenser Taschenlampen und Stirnlampen mit ATEX-Zertifizierung ist hierzu eine Kennzeichnung aufgedruckt, die Dich darüber informiert, ob die Zündtemperatur Deiner Lampe einen gefahrlosen Einsatz in der jeweiligen Ex-Zone erlaubt. Die entsprechenden Informationen zu Temperaturklassen und Ex-Zonen findest du außerdem auch in unserem Katalog.

Der Großteil unserer Produkte ist für die Temperaturklasse T4 und maximale Oberflächentemperatur für Stäube von 135°C zugelassen. Diese sehr gute Klassifizierung erlaubt den Umgang mit allen gängigen Chemikalien und Stoffen, bis auf wenige spezielle Ausnahmen (vorbehaltlich der Erfüllung der sonstigen Anforderungen, wie der richtigen Zone).

Was sind Gas- und Staubgruppen?

Nicht nur die Zündtemperatur eines Stoffs ist für die Auswahl von geeigneten Werkzeugen relevant, auch auf Eigenschaften wie die Zündfähigkeit durch elektrische Funken und die Beschaffenheit der Stäube muss geachtet werden. Hierfür werden Gase und Stäube bestimmten Gas- und Staubgruppen zugeordnet.

Die Gasgruppen IIA, IIB und IIC klassifizieren Gase danach, wie leicht sich die Gase durch einen elektrischen Funken entzünden lassen. Stoffe in der Gasgruppe IIC (z.B. Wasserstoff) lassen sich besonders leicht durch elektrische Funken entzünden, und stellen somit die höchsten Anforderungen an Produkte.

Die Staubgruppen IIIA, IIIB und IIIC klassifizieren Stäube nach ihrer Beschaffenheit. Bei den Staubgruppen IIIA und IIIB handelt es sich um nicht leitfähige Stäube grober oder feiner Beschaffenheit (z.B. Mehlstaub). Bei der Gruppe IIIC handelt es sich um elektrisch leitfähige Stäube (z.B. Metallstaub), der zu Kurzschlüssen in elektrischen Betriebsmitteln führen kann und daher besonders gefährlich ist. An Werkzeuge mit einer Zulassung für die Staubgruppe IIIC werden somit die höchsten Anforderungen gestellt. Werkzeuge mit Eignung für Staubgruppe IIIC dürfen auch in Bereichen mit IIIA- und IIIB-Staub verwendet werden.

Mitarbeiter mit einer in Ex-Zonen zugelassenen Stirnlampe

Taschenlampen und Stirnlampen für Ex-Zonen

ATEX-LED-Taschenlampen und Stirnlampen von Ledlenser erfüllen die strengen Vorgaben der ATEX-Richtlinie und sind bis ins Detail auf die Anforderungen in explosionsgefährdeten Bereichen abgestimmt. Egal, ob Du mit der Qualitätskontrolle in einer Lackiererei betraut bist, Wartungsarbeiten in einer Raffiniere durchführst oder einen Silo für Holzpellets inspizierst: Unser ATEX-Lampen-Sortiment für die Industrie sorgt für helles, punktuelles Licht und eignen sich auch dazu, größere Bereiche auszuleuchten.

So erfüllen alle Taschen- und Stirnlampen der EX-Serie die Anforderungen an Geräte für die Ex-Zonen 1, 2, 21 und 21 und die Temperaturklasse T4. Die Taschenlampen EX4 und EX7 und die Stirnlampe EXH8 sind zusätzlich für die Zonen 0 und 20 zugelassen.

Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
140
220
65
228
Farben

Sofort verfügbar

CHF 189.00
Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
35
50
70
65
Farben

Sofort verfügbar

CHF 48.90
Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
120
180
65
345
Farben

Bald wieder verfügbar

CHF 95.90
Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
120
200
65
232
Farben

Sofort verfügbar

CHF 109.00

Ebenso sind unsere Produkte in der Regel für die bestmöglichen Gas- und Staubgruppen IIC und IIIC zugelassen. Dadurch lassen sich insbesondere unsere Stabtaschenlampen EX4 und EX7 in fast jeder Umgebung verwenden, mit Ausnahme einiger weniger spezieller Stoffe mit extrem geringer Zündtemperatur.

Darüber hinaus sind die Taschenlampen aus unserer ATEX-Serie mit Details wie einem Magnetic Switch ausgestattet, der eine mühelose Bedienung mit Arbeitshandschuhen erlaubt. Zu den weiteren Features zählen unter anderem das patentierte Advanced Focus System (AFS), das Dir eine flexible Anpassung des Lichtstrahls ermöglicht. Neben einem scharf fokussierten Lichtstrahl für den Fernbereich, sorgen Ledlenser Taschenlampen mit AFS im Nahbereich für eine breite und homogene Ausleuchtung. Kaum eine andere ATEX-zertifizierte Taschenlampe kann da mithalten.