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Taschenlampen fürs Militär: Was können die Tactical Flashlights?

Im Outdoor-Einsatz bei Nacht oder in dunklen Gebäuden ist eine Militär-Taschenlampe für Soldaten unverzichtbar und kann ein echter Lebensretter sein. Dabei unterscheidet sich eine Taschenlampe oder Stirnlampe fürs Militär kaum von zivilen Modellen. Abgesehen davon, dass eine taktische Taschenlampe mit einer LED-Lichtquelle auch an einer Waffe befestigt werden kann, ähneln sie in technischer Hinsicht stark einer herkömmlichen Lampe. Doch worin liegen die Vorzüge von Tactical Flashlights und für welche Anwender eignen sie sich? Unser Ratgeber gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was zeichnet Militär-Taschenlampen aus?

Die Ausrüstung der Bundeswehr stand in den letzten Jahren nicht unbedingt in einem guten Licht. Doch zumindest die beiden derzeit verwendeten LED-Taschenlampen entsprechen dem modernen Stand der Technik. Unter anderem sind die von einem deutschen Hersteller produzierten Lampen auch bei der Polizei als Zielbeleuchtung im Einsatz. Beide Modelle, bei denen es sich um sogenannte taktische Lampen handelt, nutzen eine LED als Lichtquelle. Die wichtigsten Details zu den beiden Bundeswehr-Taschenlampen haben wir nachfolgend zusammengefasst.

Die Haupttaschenlampe der Bundeswehr: Robust, hoher Lumenwert, nützliche Features

Der Aufbau des einen Bundeswehr-Modells erinnert sehr stark an das, was private Anwender sich unter einer Militär-Taschenlampe vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Lampe, die einen starken Lichtstrom von bis zu 1.000 Lumen erzeugt, einen Infrarot- und Stroboskop-Modus bietet und sich sogar fernbedienen lässt. Weiterhin ist die Standard-Lampe der Bundeswehr für den rauen Kampfeinsatz optimiert, da sie z. B. am Sturmgewehr der Bundeswehr befestigt werden kann und so als Zielmarkierer in der Dunkelheit sowie in schlecht beleuchteten Gebäuden genutzt wird. Für Einsätze bei der Marine, etwa für Kampftaucher, ist sie bis 30 Meter Tiefe wasserdicht und besitzt ein schlag- sowie stoßfestes Gehäuse.

Der kleine Sidekick zur Haupttaschenlampe der Bundeswehr im Detail

Das zweite Lampen-Modell der Bundeswehr ist ebenfalls für die Befestigung an einer Waffe vorgesehen und unterstützt die Sicht des Soldaten mit einem hellen weißen Licht, Infrarotlicht und einem Laser zur Zielerfassung, der einen kleinen, fokussierten Lichtpunkt über mehrere Hundert Meter auf ein Objekt wirft. Diese Militär-Taschenlampe ist eher als ergänzende Zielvorrichtung denn als Taschenlampe konzipiert. Sie besitzt eine Leuchtkraft von rund 650 Lumen, ist auch bis 30 Meter Tiefe wasserdicht und ebenfalls per Fernbedienung steuerbar.

Universell und robust: Auf diese Lampe schwört die US-Armee

Die US Army nutzte lange eine Winkellampe, die aus zahlreichen Filmen bekannt ist und als Military-Taschenlampe schlechthin bezeichnet werden kann. Diese taktische Taschenlampe fürs Militär besitzt einen um 90 Grad abgewinkelten Kopf, was die Taschenlampe im Vergleich zu aktuellen Modellen etwas unpraktisch und antiquiert wirken lässt.

Grundsätzlich sind die aktuell von der US-Armee genutzten Taschenlampen darauf ausgelegt, an der Weste, am Helm oder an der Waffe befestigt zu werden. Sie dienen somit eher als Ergänzung zur Zielvorrichtung oder um die Sicht von Personen in einer Kontrolle einzuschränken. Nutzer der hellsten Modelle berichten davon, dass die maximale Leuchtkraft nur mit den von der jeweiligen Firma selbst hergestellten Batterien erreicht wird. Mit der Nutzung üblicher Akkus oder Batterien gehen nach Angaben der Tester bis zu einem Viertel der Leistung verloren. Die meisten Privatleute in den USA zeigen sich allerdings sehr zufrieden mit der Technik, die im Vergleich zum Angebot im Privatsektor im Fazit allerdings wenig überrascht.

Für Privatanwender, die viel Wert auf eine verlässliche, aber auch fortschrittliche Technik legen, gibt es natürlich entsprechende Alternativen. So zum Beispiel die Modelle von Ledlenser. Ob für Outdoor-Fans oder im Einsatz als Taschenlampe der Polizei, wo wasserdichte Taschenlampen mit viel Lumen gefragt sind: In unserem Shop werden auch Fans von Militär-Taschenlampen fündig.

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Sind Taschenlampen vom Militär verboten?

In Deutschland ist es verboten, eine Lichtquelle an einer Waffe anzubringen, was die meisten Konzepte der Militär-Taschenlampen beim Sportschießen oder für Jäger obsolet macht. Allerdings ist es grundsätzlich erlaubt, eine Militär-Taschenlampe zu kaufen und als Lichtquelle bei Outdoor- und anderen Aktivitäten zu nutzen.

Vergleich: Militär-Taschenlampe vs. Outdoor-Taschenlampe

Militär-Taschenlampen und Tactical Flashlights weisen auf den ersten Blick gewisse Einschränkungen im Vergleich zu guten LED-Stabtaschenlampen auf. Modelle, die mit einer Akkuladung mehr als 100 Stunden zuverlässig leuchten, sind meist nur im breiten Sortiment für Outdoor-LED-Taschenlampen aus dem Privatbereich zu finden.

Gehäuse aus Metall sind bei hochwertigen Taschenlampen auch im Outdoor-Segment eine Sicherheit für Haltbarkeit. Und auch der Preisvergleich bei Taschenlampen zeigt: Das Prädikat „Militär“ scheint bei Modellen mit vergleichbarer Leistung und einem wertigen Metallgehäuse einen satten preislichen Aufschlag zu bedeuten.

Soldatin mit Militär-Stirnlampe

Die Nachteile der Militär-Taschenlampen liegen nicht darin, dass die Ausstatter der Militärs über eingeschränkte Möglichkeiten verfügen. Das Ziel beim Entwurf einer Militär-Taschenlampe ist die Erfüllung der Bedürfnisse der Infanterie und von Einsatzkommandos. Der Grund dafür, dass die Leuchtkraft bei einigen Militär-Taschenlampen und Lichtquellen etwas eingeschränkt ist, liegt in der Art der Verwendung. Spezialeinsatzkommandos, die in der Nacht agieren, haben das starke Bedürfnis, für andere nicht sichtbar zu sein. Die Ausstattung der Truppen für Durchblick bei Nacht erfolgt darum mit Nachtsichtgeräten.

Zu beachten ist außerdem: Eine superhelle Taschenlampe fürs Militär, die ein Licht erzeugt, das so hell ist, dass es über die Entfernung von zwei Fußballfeldern für Erleuchtung sorgt, eignet sich nicht für jeden Militäreinsatz gleichermaßen. Im Einsatz könnte eine solche LED-Taschenlampe, die 1.000 Lumen erzeugt und mehrere Hundert Meter Leuchtweite erreicht, dazu führen, dass die Soldaten von allen wahrgenommen werden.

Eine Ausnahme stellen Einsätze in Krisengebieten dar, bei denen die Hilfe z. B. während einer humanitären Katastrophe ohne eine Bedrohung sichergestellt werden soll. Allerdings ist hier der Einsatz von Taschenlampen eher eingeschränkt. Nach Naturkatastrophen Hilfestellung zu leisten oder Reparaturarbeiten durchzuführen, erfolgt schließlich oft unter Einsatz fest eingerichteter Scheinwerfer oder mithilfe von Stirnlampen oder Helmlampen.

Kurz gesagt: Die Bezeichnung Militär-Taschenlampe ist kein Gütesiegel dafür, dass diese Modelle

  • ein Gehäuse haben, das besonders wasserdicht ist

  • mehr Leistung besitzen als eine Outdoor-Lampe

  • Modi unterstützen, die es im Privatbereich nicht gibt

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Sind Militär-Taschenlampen für Privatanwender geeignet?

Wie erwähnt, ist es in Deutschland verboten, eine Lichtquelle wie eine Militär-Taschenlampe an einer Waffe zu befestigen. Doch abgesehen vom Waffenaspekt ist eine LED-Taschenlampe fürs Militär durchaus für private Anwender geeignet – auch wenn eine solche vermeintliche Super Taschenlampe vom Militär weder in puncto Lumen, Leuchtweite noch in der Anzahl der Licht-Modi Rekorde aufstellt.

Die Vorzüge einer Militär-Lampe im Überblick:

  • Eine taktische Taschenlampe eignet sich gut für Outdoor-Aktivitäten und das Camping. Grund hierfür ist, dass eine solche Taschenlampe in der Regel wasserdicht ist.

  • Im Einsatz muss auch die Militär-Taschenlampe durch ihre Nehmerqualität überzeugen. Das Gehäuse muss robust konstruiert sein und aus einem widerstandsfähigen Material bestehen, so wie es aber auch meistens bei herkömmlichen Taschenlampen für Privatleute der Fall ist.

Eine taktische Militär-Taschenlampe oder ein Tactical Flashlight bietet weder mehr Leistung noch eine größere Leuchtweite als eine herkömmliche Taschenlampe. Geht es um die reine Funktionalität oder wie hell die LED einer Lampe leuchtet, übertrumpfen sie die militärischen Modelle sogar. Liegen dagegen andere Aspekte im Fokus, wie der Sammlerwert, erzeugen militärische Taschenlampen natürlich auch für Zivilisten einen gewissen Reiz: Sowohl Militär-Fans als auch Sammler sind immer auf der Suche nach dem ganz besonderen oder raren Modell.

Kurzum: Ein Blick auf das Angebot der Outdoor-Taschenlampen zeigt, dass herkömmliche Modelle die Bedürfnisse beim Camping, Angeln und der Jagd ausreichend abdecken. Sie sind oft heller, leuchten länger und sind günstiger als eine Militär-Taschenlampe oder Tactical Flashlights. Absolut wasserdichte Modelle werden lediglich von Tauchern benötigt. Für Privatpersonen sind viele der Militärkonzepte gar nicht zugänglich und dürften darum nur schwer zu erwerben sein. Alle, die eine Militär-Taschenlampe für die private Anwendung kaufen wollen, sollten sich darüber bewusst werden, wofür die Taschenlampe im Alltag wirklich gebraucht wird und ob die zusätzlichen Kosten wirklich in Kauf genommen werden sollen.