Aufladbare Batterien

So entscheidest Du, ob ein Gerät mit Akku oder Batterie besser ist

Batterien sind Einweg-Energiequellen, Akkus sind wiederaufladbare Energiespeicher. Beide liefern Strom für Taschenlampen, Spielzeug, kleine Haushaltsgeräte und mehr. Sie unterscheiden sich jedoch in Spannung, Kapazität, Temperaturverhalten, Selbstentladung, Kosten und Umweltbilanz.

Eine wasserdichte Taschenlampe taucht in Wasser ein.

Deine Wahl zwischen Batterie und Akku sollte sich danach richten, wie oft Du Deine Geräte benutzt, welche Anforderungen sie an die Stromquelle stellen und wie die Einsatzbedingungen sind.

Kurzempfehlung:

  • Für tägliche oder häufige Nutzung: Akku
  • Für seltene Nutzung oder Notfallgeräte: Batterie
  • Für den Einsatz bei extremer Kälte: Lithium-Batterie

Sind Akkus oder Batterien besser?

Batterien (Primärzellen) und Akkus (Sekundärzellen) unterscheiden sich in Aufbau, Einsatz und Lebensdauer. Batterien sind sofort einsatzbereit und lange lagerfähig, lassen sich jedoch nur einmal nutzen. Akkus können mehrfach geladen werden und sind dadurch im Dauerbetrieb günstiger, erfordern aber ein Ladegerät und sorgfältigen Umgang.

Vorteile und Nachteile von Batterien (Primärzellen)

Vorteile

  • Sofort einsatzbereit ohne vorher zu laden
  • Sehr geringe Selbstentladung, lange Lagerfähigkeit
  • Lithium-Primärzellen funktionieren auch bei tiefen Minustemperaturen
  • Hohe Anfangsspannung von 1,5 V, kompatibel mit vielen Geräten.

Nachteile

  • Nur einmal nutzbar, dadurch langfristig teurer als Akkus
  • Umweltbelastung durch Herstellung und Entsorgung
  • Alkaline-Batterien verlieren bei Kälte deutlich an Leistung
  • Spannung fällt im Betrieb kontinuierlich ab, was empfindliche Geräte beeinträchtigen kann

Vorteile und Nachteile von Akkus (Sekundärzellen)

Vorteile

  • Wiederaufladbar, dadurch deutlich günstiger im Dauerbetrieb
  • Geeignet für Geräte mit hohem Stromverbrauch
  • LSD-NiMH-Akkus haben deutlich geringere Selbstentladung als Standard-NiMH
  • Li-Ionen-Akkus bieten sehr hohe Energiedichte bei kompakter Bauform

Nachteile

  • Etwas höhere Selbstentladung als Batterien, daher regelmäßige Nachladung nötig
  • Erfordern ein passendes Ladegerät
  • Empfindlich gegen Tiefentladung, Überladung und extreme Hitze
  • Nennspannung von 1,2 V (bei NiMH) kann in seltenen Fällen die Funktion einzelner Geräte einschränken
  • Höhere initiale Kosten (Anschaffungskosten), die sich erst im Laufe der Zeit rechnen

Im Detail: Unterschiede zwischen Akkus und Batterien

Stromspeicher im weit verbreiteten AAA- oder AA-Format gibt es als Akku oder Batterie. Interessant dabei: Der Begriff „Batterie“ ist, technisch betrachtet, nicht korrekt. Tatsächlich handelt es sich bei einer einzelnen Batterie um eine sogenannte Primärzelle, die erst im Verbund mit anderen Primärzellen gleicher Größe und Kapazität eine Batterie ergibt.

Bei den landläufig als Akkus bezeichneten Stromspeichern spricht man von Sekundärzellen, die im Verbund einen Akkupack ergeben.

 

Kriterium Batterie (Primärzelle) Akku (Sekundärzelle)
Wiederverwendbar Nein Ja
Nennspannung (AA/AAA) 1.5 V 1,2 V (LSD-NiMH) oder 1,5 V (Spezial-Akkus)
Selbstentladung Sehr gering (Alkaline: ~3 bis 6 %/Jahr, Lithium: ~2 %/Jahr) Höher (NiMH LSD: ~15–30 %/Jahr, Li-ion: 2 bis 5 %/Monat)
Leistung bei Kälte Mittel (Alkaline) bis sehr gut (Lithium) Mittel bis gut (abhängig vom Typ)
Lagerfähigkeit 5 bis 10 Jahre (Alkaline), >10 Jahre (Lithium) 1 bis 2 Jahre je nach Typ
Kosten pro Nutzung Hoch (einmalige Nutzung) Niedrig bei häufiger Verwendung
Einsatzempfehlung Seltene Nutzung, Notfallgeräte, extreme Kälte (Lithium) Häufige Nutzung, hohe Stromaufnahme, Alltag
Sobald eine oder mehrere Batterien einen Verbraucher wie eine LED-Stirnlampe oder eine Taschenlampe mit Strom versorgen, fließt Strom vom Minus- zum Pluspol der Zelle. Das geschieht so lange, bis sämtliche Elektronen von einem Pol zum anderen gewandert sind. Verantwortlich für den Fluss der Elektronen ist bei jeder Batterie eine elektrochemische Redoxreaktion. Ein Prozess, der irreversibel ist und solange andauert, bis die Kapazität der Batterie erschöpft ist.
 
Im Vergleich zur Primärzelle ist dieser Elektronenfluss bei einer Sekundärzelle bzw. einem Akku umkehrbar. Bedeutet: Die chemische Reaktion, die auch bei einem Akku zur Elektronenwanderung führt, wird durch Stromzufuhr reversibel. Hierzu müssen die Akkus, Akkupacks oder Powerbanks lediglich in ein passendes Ladegerät eingelegt oder mit einem Ladekabel an eine Stromquelle angeschlossen werden.

Ökobilanz von Akkus und Batterien

Die Produktion eines NiMH-Akkus verursacht deutlich höhere Umweltbelastungen als die einer Einwegbatterie. Studien zeigen, dass sich erst bei rund 50 vollständigen Ladezyklen der Gesamtfußabdruck von Akkus im Vergleich zur Nutzung von Alkaline-Batterien reduziert.

 

Langfristig betrachtet verursachen Akkus in fast allen Umweltkategorien weniger Emissionen. In der Klimabilanz schneiden wiederaufladbare Akkus um bis zu 76 % besser ab als Alkali-Batterien, sofern sie regelmäßig genutzt werden.

Welche Typen von Akkus und Batterien gibt es?

Zelltyp Nennspannung Selbstentladung Temperaturverhalten Lagerfähigkeit Besonderheiten
Alkaline-Batterie 1,5 V ca. 3 bis 6 % pro Jahr Mittelmäßig bei Kälte 5 bis 10 Jahre Günstig, nicht wiederaufladbar
Lithium-Primärzelle (Li-FeS₂) 1,5 V ca. 2 % pro Jahr Sehr gut bei Kälte > 10 Jahre Höherer Preis, sehr leicht
NiMH-Akku (Standard) 1,2 V 15 bis 30 % pro Monat Mittelmäßig bei Kälte Wenige Monate Hohe Strombelastbarkeit
NiMH-Akku (LSD) 1,2 V 15 bis 30 % pro Jahr Mittelmäßig bei Kälte 1 bis 2 Jahre Behält 70 bis 85 % nach 1 Jahr
Lithium-Ionen-Akku 3,6–3,7 V 2 bis 5 % pro Monat Gut bei Kälte 1 bis 2 Jahre Hohe Energiedichte, empfindlich gegen Tiefentladung
Powerbank ideal für Reisen

5 Regeln zur richtigen Handhabung von Akkus und Batterien

Batterien und Akkus müssen immer dann einsatzfähig sein, wenn Du sie benötigst. So zum Beispiel bei einem Stromausfall oder wenn die Sicherung im Stromkasten ausgelöst hat. Mit einer Batteriebox oder einer Powerbank von Ledlenser bist Du in einer solchen Situation bestens gerüstet. Allerdings gilt es, dabei folgende Punkte zu beachten:

  • Akkus und Batterien entladen sich nach und nach selbst, wobei Primärzellen im Vorteil sind. So verlieren herkömmliche Alkali-Batterien rund 6 Prozent Ladung pro Jahr, während es bei Lithium-Ionen und -Polymer-Akkus zwischen 4-5 Prozent pro Monat sein können.

  • Akkus sollten zur Lagerung weder komplett entladen sein noch über längere Zeit an das Stromnetz angeschlossen werden.

  • Defekte Akkus und Batterien sollten bitte niemals mit dem Hausmüll entsorgt werden.

  • Falls ein monatlicher Batteriewechsel erforderlich ist, wie zum Beispiel bei regelmäßig genutzten Stirnlampen, ist ein Betrieb mit Akkus wesentlich kostengünstiger.

  • Batterien und Akkus sollten immer trocken und nicht zu kalt oder zu heiß gelagert werden. Um Deine Akkus vor Stößen und einer Druckbelastung zu schützen, ist eine stabile, sowie wasser- und staubdichte Batteriebox ideal, z. B. die Batterybox7 Pro.

 

Wie werden Akkus und Batterien entsorgt?

Batterien und Akkus dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden, da sie umweltschädliche Stoffe enthalten. Du kannst sie kostenlos an Sammelstellen im Handel, in Supermärkten, Drogerien oder bei Wertstoffhöfen abgeben.

Bei Lithium-Batterien ist es wichtig, die Pole vor dem Transport mit Klebeband zu isolieren, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Akkus sollten ebenfalls an den Polen abgeklebt und in einer nichtleitenden Verpackung transportiert werden. Geräte mit fest verbauten Akkus gehören in die Elektroaltgerätesammlung.

Beschädigte oder ausgelaufene Zellen musst Du separat und dicht verpacken, bevor Du sie abgibst. Vermeide dabei direkten Hautkontakt mit chemischen Rückständen.

Tipp: Hier erfährst Du, wie Du richtig mit ausgelaufenen Batterien umgehst und wie Du Dein Gerät retten kannst.

Akkus und Batterien in einem Gerät mit Dual Power

Mit einer Ledlenser Dual Power Lampe musst Du Dich nicht mehr zwischen Akku oder Batterie entscheiden. Diese Modelle funktionieren sowohl mit dem beiliegenden Akku als auch mit handelsüblichen Batterien.

Der Vorteil der Dual Power Technologie: Im Alltag nutzt Du die Kostenvorteile und die Nachhaltigkeit eines Akkus. Geht Dir unterwegs die Energie aus und keine Lademöglichkeit ist in Reichweite, setzt Du einfach Batterien ein.

Beispiele dafür sind die Ledlenser Stirnlampe iH9R und die Taschenlampe P5R. Diese beiden und weitere Modelle werden mit Akku geliefert, können bei Bedarf aber auch mit Batterien betrieben werden.

Produktgalerie überspringen

Durchschnittliche Bewertung von 4.7 von 5 Sternen

Laterne ML4 Warm Light
Farben

Bald wieder verfügbar

CHF 42.90
Stirnlampe iH9R
Farben

Bald wieder verfügbar

CHF 109.00
Stirnlampe MH8
Farben

Bald wieder verfügbar

Varianten ab CHF 61.90
CHF 94.90
Neu
Taschenlampe P5R
Farben

Sofort verfügbar

CHF 79.90

Hochwertige Akkus und Batterien von Ledlenser

Hochwertige Akkus und Batterien für Taschenlampen, Stirnlampen sowie Arbeitsleuchten und andere Lampen sorgen dafür, dass Deine Geräte lange halten und korrekt funktionieren. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Zellen, die Deine Lampe optimal versorgen und somit für ein helles Lichtbild sorgen.

Unterschied zwischen Akku und Batterie – Häufige Fragen und Antworten

In den meisten Fällen ja. Manche Geräte zeigen jedoch eine leere Batterie an, obwohl der Akku noch fast voll ist. Prüfe die Herstellerangaben oder teste den Betrieb.

LSD steht für „Low Self Discharge“. Diese Akkus verlieren deutlich weniger Ladung während der Lagerung und sind auch nach Monaten noch einsatzbereit.

Lithium-Primärzellen behalten ihre Leistung auch bei Temperaturen bis etwa –20 °C und sind die beste Wahl für Wintereinsätze.

Lagere sie bei 30 bis 60 % Ladung, kühl und trocken. Vermeide vollständige Entladung und hohe Temperaturen.

Wenn Du Dein Gerät häufig nutzt, spart ein Akku auf Dauer Kosten und schont die Umwelt.