Berge bei Dämmerung

Blackout? So bereitest du dich richtig vor

In Deutschland melden die Netzbetreiber jedes Jahr weit über 100.000 Stromausfälle. Als Privatperson musst Du Dich dann selbst um die Beleuchtung kümmern. Nach Schäden an den Anlagen stellen Havariedienste die Versorgung wieder her, bei Katastrophen helfen Feuerwehr und THW mit. Doch das kann dauern.
Je länger die Unterbrechung andauert, desto mehr Gefahren entstehen. Das gilt insbesondere, wenn Familien mit Kindern, alten Menschen oder pflegebedürftigen Personen betroffen sind.

Wenn das Licht ausgeht: Was Stromausfälle für Dich bedeuten

Die meisten Stromausfälle in Deutschland dauern nur wenige Minuten. Ärgerlich, aber beherrschbar. Doch was passiert, wenn es länger dauert? Wenn nicht nur das WLAN ausfällt, sondern auch Heizung, Kühlung, medizinische Geräte, Aufzüge und die Straßenbeleuchtung?
Nach sechs Stunden ohne Strom funktioniert in einem Haushalt kaum noch etwas. Die Lebensmittel im Kühlschrank werden beginnen zu verderben. Informationen über das Geschehen und Hilfsangebote kommen nur noch so lange, wie der Akku des Smartphones hält. Und vor allem: Ohne Lichtquelle lässt sich kaum sinnvoll handeln.
Besonders in der Dunkelheit steigt die Verletzungsgefahr. Eine umgekippte Kerze, eine übersehene Stufe oder das Stolpern über herumliegende Gegenstände, all das kann in einer Krisensituation ernsthafte Folgen haben. Der Akku des Smartphones sollte dann besser für die Informationsgewinnung oder Notrufe gespart und nicht für die Beleuchtung verwendet werden.
Hinzu kommt: Stromausfälle kommen überraschend, bei starkem Unwetter oder nach einem technischen Defekt an einer Anlage. Und sie betreffen viele Menschen gleichzeitig. In so einem Moment hilft es, wenn Du auf das vorbereitet bist, was andere überrascht.

Wie bereite ich mich auf einen Stromausfall vor?

Deine Checkliste für den Stromausfall:
  • Licht: Taschenlampen mit Ersatzbatterien, Stirnlampe für freie Hände, kleine LED-Laterne für ganze Räume (besonders wenn Kinder dabei sind), Teelichter oder Kerzen (mit Feuerzeug oder Streichhölzern, vorsichtig verwenden).
  • Kommunikation: Powerbank für das Smartphone, Kurbelradio oder batteriebetriebenes Radio, Ersatzakkus und -Batterien für Geräte.
  • Wasser und Lebensmittel: Trinkwasser in Flaschen (mindestens 2 Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel wie Konserven oder Trockenprodukte, manuell bedienbarer Dosenöffner.
  • Kochen und Wärme: Campingkocher oder Gaskocher mit passenden Kartuschen (nur mit guter Belüftung verwenden), warme Kleidung, Decken, Schlafsäcke, Isomatten.
  • Organisation und Sicherheit: Erste-Hilfe-Set, wichtige Telefonnummern in Papierform, etwas Bargeld im Haus, persönliche Dokumente griffbereit aufbewahren, vorbereiteter Notfallrucksack („Go Bag“) für eine mögliche Evakuierung.

Wie bereite ich Licht für den Notfall vor?

1. Für zuhause:
Wenn Du zu Hause mehrere Stunden oder sogar Tage ohne Strom überbrücken musst, brauchst Du eine feste Lichtquelle mit langer Leuchtdauer. Wichtig sind:
  • Lampen, die sich automatisch einschalten, wenn der Strom ausfällt.
  • Lampen, die Räume gleichmäßig ausleuchten, z. B. Tischlaternen oder Standlampen mit Akku.
  • Ergänzend: eine handliche Taschenlampe
2. Für unterwegs, wenn Du das Haus verlassen musst:
Bei einem Bombenfund bei Bauarbeiten, einem Unwetter oder Brand zählt jede Minute. Die wichtigsten Lampen für den Notfallrucksack sind:
  • Eine leichte, robuste Taschenlampe, die sofort einsatzbereit ist.
  • Eine kleine Laterne, um im Zelt, Auto oder Notquartier Licht zu haben.
  • Akkubetriebene Lampe mit USB-Anschluss, mit Powerbank oder Solarpanel.
Wichtig: Beide Lichtquellen sollten im Rucksack fest verstaut sein, regelmäßig geprüft und geladen werden. Im Ernstfall bleibt keine Zeit für langes Suchen.
3. Länger ohne Ladegerät auskommen, mit Batterien:
Wenn Du autark aufgestellt sein möchtest, setzt Du auf Geräte, die mit klassischen AA- oder AAA-Batterien betrieben werden können. Vorteile:
  • Batterien sind lange haltbar
  • Geräte lassen sich einfach lagern, kein Nachladen und keine ständige Überprüfung nötig.
Tipp: Ledlenser bietet aktuell drei Bundles an, die für Situationen dieser Art geeignet sind und Menschen ansprechen, die sich gern vorbereiten möchten.
Das Rechargeable Set für Notfälle:
  • Automatische Einschaltung bei Stromausfall
  • Kompakte Taschenlampe
  • Laterne mit warmem LED-Licht und bis zu 180 Stunden Laufzeit
Das Set für den Go Bag:
  • Wasserfeste Taschenlampe
  • Kleine LED-Laterne mit bis zu 45 Stunden Laufzeit, nur 71 Gramm
  • Beide auch mit Einwegbatterien zu betreiben
Das batteriebetriebene Notfallset:
  • Wasserfeste Taschenlampen
  • Zweite Taschenlampe als Ersatz bei Verlust der ersten
  • Beide auch mit Einwegbatterien zu betreiben

Wer sollte sich auf Stromausfälle und Evakuierungen vorbereiten?

  • Alle Haushalte, auch ohne akute Krisenlage: Stromausfälle kommen in Deutschland regelmäßig vor. Die Bundesregierung warnt davor und empfiehlt, mindestens einen 14-tägigen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Wasser bereitzuhalten.
  • Familien mit Kindern, ältere Menschen, Alleinlebende: Für sie verschärfen sich die Folgen eines Stromausfalls besonders: Kinder und ältere Menschen reagieren empfindlicher und mit Angst auf die Dunkelheit. Besonders wichtig: verlässliche Lichtquellen, Kommunikation und Notvorräte.
  • Menschen in Städten mit häufigen Evakuierungen: In Städten wie Köln kommt es regelmäßig zu Evakuierungen wegen Bombenfunden aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Juni 2025 betraf das über 20.000 Einwohner, 2024 gab es ebenfalls zwei große Einsätze. Auch andere Städte (Sülz 2024, Lindenthal 2025) waren betroffen. Solche Evakuierungen passieren immer kurzfristig und betreffen ganze Stadtteile.
  • Menschen in Küsten- oder Bergregionen: An der deutschen Ostsee gab es Ende Oktober 2023 eine der stärksten Sturmfluten seit über 150 Jahren. In Flensburg stieg das Wasser um bis zu 2,27 Meter über den mittleren Pegel. In bergigen Regionen führen starke Regenfälle oder Hangrutschungen zu massiven Schäden an Straßen und Infrastruktur. Beispielsweise gab es im Bereich Rheinweiler und Kleinkemps einen Hangrutsch durch Starkregen mit Überflutung und schwerem Schaden.
Stromausfälle, Evakuierungen und Notstände kommen immer ungeplant und plötzlich. Wenn Du Dich gut vorbereitest, schützt Du Dich und Deine Familie vor Angst und Verletzungen. Die Sets von Ledlenser sind ein sehr guter Start für Deine Vorbereitungen.
Die nächsten Schritte sind die Überprüfung Deiner Vorräte und das Zusammentragen wichtiger Unterlagen (Ausweise, Geburtsurkunden, Sozialversicherungsausweise, Zeugnisse, Kontonachweise, Eigentumsnachweise) an einem Ort, zumindest als Kopie. Hier findest Du den Ratgeber der Bundesregierung.