EIN MESSIE-KOSMOS VOLLER IDEEN
Doch zwischen dieser Erkenntnis und ihrer Umsetzung liegt kein geradliniger Weg. Die Anfänge sind geprägt von Improvisation – und von Erichs beharrlichem Drängen, seine Ansätze weiterzudenken. „Erich kam am Anfang immer mit seinen Ideen an – und irgendwann hat man ihm dann einen Arbeitsvertrag angeboten“, erinnert sich Bennedetto Di Bella, Rufname Benno, Ledlenser-Mitarbeiter der ersten Stunde. Wenig später steht er nicht mehr nur mit Ideen in der Tür, sondern hat einen festen Platz im Haus – und eine eigene Werkbank.
Auf dieser Werkbank stapeln sich Notizzettel, zerlegte Taschenlampen, Schaltpläne und Lötzinnreste. Der Geruch von warmem Elektronikharz liegt in der Luft, irgendwo brummt ein Transformator. Es ist, wie er es heute nennt, sein produktivster „Messie-Kosmos“.
Die Herausforderungen sind zahlreich. LEDs sind zu schwach, Batterien halten nicht lange genug, Kühlungslösungen fehlen noch gänzlich. Die, die über Expertise verfügen, erklären ihm, dass LED-Taschenlampen niemals mit konventionellen Modellen mithalten können. Gerade daran entzündet sich Erichs Ehrgeiz. „Zweifel“, sagt er, „gehören dazu. Man darf nur nicht aufhören, bevor man selbst ausprobiert hat, was möglich ist.“
Auch Freunde und Familie reagieren zunächst skeptisch. „Interessant … aber wofür braucht man das?“, lautet eine häufige Frage. Doch sobald jemand den ersten gebündelten LED-Lichtstrahl sieht, kippt die Skepsis in Staunen.