Feuerwehrtaschenlampen: Unverzichtbare Ausrüstung in Gefahrensituationen
Eine gute Feuerwehr-Taschenlampe zeichnet sich durch eine robuste Bauweise, Ausdauer und Leuchtstärke aus. Darüber hinaus steht die Zuverlässigkeit klar im Vordergrund, weil die Lampe auch in Extremsituationen immer funktionieren muss. Als wichtiger Teil der Ausrüstung wird eine Feuerwehr-Taschenlampe unter anderem in folgenden Situationen benötigt und eingesetzt:
- Um Menschen aus einem brennenden Haus oder einer Industrieanlage zu retten.
- Bei Einsätzen im Katastrophenfall, z.B. bei einer Überschwemmung.
- Für eine bessere Sicht beim Löschen eines Brands bei Nacht oder in dunklen verrauchten Räumen.
- Zum Ausleuchten einer Unfallstelle, bzw. beim Bergen verletzter Personen aus einem verunfallten Fahrzeug.
- Zum Schutz vor einer Gewässerverunreinigung, etwa wenn ein Tank mit einem Gefahrstoff leckschlägt.
Welche Eigenschaften machen eine gute Feuerwehr-Lampe aus?
Die Feuerwehr-Lampe muss bei Regen, Kälte und Hitze einwandfrei funktionieren. Auch starkes Strahlwasser sollte die Lampe aushalten. Hinzu kommen eine robuste Bauweise mit schlagfestem Gehäuse sowie Möglichkeiten zur Befestigung an der Ausrüstung oder Jacke.
Weiterhin sollte eine Taschenlampe für die Feuerwehr ein Spotlight haben, um zielgerichtet Objekte und Menschen in weiterer Entfernung ausmachen zu können. Gleichzeitig sollte es aber auch möglich sein, mit dem Lichtkegel sehr breit die nächste Umgebung beleuchten zu können.
Für explosionsgeschützte Feuerwehr-Lampen gelten die Vorschriften aus der DIN 14649. Darin sind Eigenschaften gefordert, die eine sogenannte “ex-geschützte” Feuerwehr-Lampe erfüllen muss. Hierzu zählen eine sehr gute Helligkeit, ein geeignetes Lichtbild, eine lange Betriebsdauer und der genannte Explosionsschutz nach bestimmten Kriterien.
Robuste Bauweise der Feuerwehr-Lampe
Die Lampe muss während der verschiedenen Einsätze der Feuerwehr mitunter einige Belastungen ertragen: Stürze, Schläge, starke Temperaturschwankungen, Nässe und Schlamm. Achte bei der Auswahl daher auf diese Grundeigenschaften:
- Stabiles, stoßfestes Gehäuse aus Aluminium oder bruchsicherem Kunststoff
- Hohe IP-Schutzklasse, empfehlenswert: IP68 (staubdicht und dauerhaft wasserdicht, auch unter Strahlwasser und Untertauchen)
- Chemikalienresistent, gegen Betriebsstoffe, Benzin, Diesel, Öl usw.
Tipp: Die erste Zahl des IP-Schutzwertes gibt die Schutzklasse gegen Fremdkörper und Staub, die zweite Zahl den Schutz gegen Wasser an. IP68 bedeutet daher:
- Staubdicht 6: vollständig gegen das Eindringen von Staub geschützt.
- Wasserdicht 8: gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser geschützt, bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern für 30 Minuten.
Hier findest Du chemikalienresistente Taschenlampen mit IP68-Schutz.
Explosionsgeschützte Feuerwehr-Lampe
Bei Einsätzen mit möglicher Explosionsgefahr, etwa bei Gaslecks, brennbaren Dämpfen oder in Industrieanlagen, darf keine herkömmliche Lampe verwendet werden.
Korrekt explosionsgeschützte Feuerwehr-Lampen sind nach der ATEX-Richtlinie zertifiziert. Sie verhindern, dass sich Funken, heiße Oberflächen oder Undichtigkeiten bilden, die ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch entzünden könnten.
Für die Feuerwehr sind vor allem Geräte mit Zulassung für Zone 0 oder Zone 1 relevant, also dort, wo ständig oder gelegentlich mit einer explosionsfähigen Atmosphäre zu rechnen ist.
Was heißt das in der Praxis für die Feuerwehr?
- Zone 0 = ständige Explosionsgefahr (z. B. Tankräume, Gasspeicher): Nur Lampen mit Kategorie 1G und Schutzlevel Ga dürfen hier verwendet werden.
- Gasgruppe IIC ist die höchste Gruppe – bedeutet: die Lampe ist auch für die gefährlichsten Gase geeignet.
- „ia“ ist die sicherste Zündschutzart – gut für höchste Anforderungen wie bei der Feuerwehr.
- Temperaturklasse T4 reicht für viele Gase aus. Bei Einsätzen mit Stoffen mit niedriger Zündtemperatur ggf. T3 oder besser notwendig.
Beispiel für die korrekte Kennzeichnung einer explosionsgeschützten Feuerwehr-Lampe:
| Kennzeichnungsteil | Bedeutung |
|---|---|
| II | Gerätegruppe II: Geräte für alle anderen Bereiche als den Bergbau (z. B. Feuerwehr) |
| 1G | Gerätekategorie 1 (höchste Sicherheit), G = für Gase – geeignet für Zone 0 |
| Ex | Gerät erfüllt die Anforderungen des Explosionsschutzes |
| ia | Zündschutzart „Eigensicherheit“: auch bei zwei Fehlern noch sicher |
| IIC | Gasgruppe C: für die aggressivsten Gase (z. B. Wasserstoff, Acetylen) |
| T4 | Temperaturklasse: maximale Oberflächentemperatur 135 °C |
| Ga | Geräteschutzlevel für Gase – geeignet für Zone 0 (ständige Ex-Gefahr) |
Hier findest Du explosionsgeschützte ATEX-Produkte von Ledlenser.
Feuerwehr-Lampe mit einstellbaren Lichtfunktionen
Das Licht der LED-Lampe solltest Du leicht auf eine Situationsänderung anpassen können:
- Fokussieren, also Bündeln des Lichtkegels auf einen Punkt in der Ferne
- Breiter Lichtkegel für eine flächige Ausleuchtung der unmittelbaren Umgebung
Mit einem gebündelten Lichtstrahl kannst Du Felder, Böschungen oder Ufer nach vermissten Personen absuchen. Damit lassen sich auch Gebäude oder Anlagen nach Eingängen oder Schäden absuchen.
Mit einem breiten Lichtkegel kannst Du beleuchten, was sich direkt vor Dir befindet: Deine Ausrüstung, Technik, verletzte Personen, als Hilfe für Deine Kameraden.
Tipp: Achte bei Ledlenser Lampen für die Feuerwehr auf die Technologien Advanced Focus System und Flex Sealing Technology, die im Zusammenspiel dafür sorgen, dass Du stufenlos zwischen Fern- und Nachlicht umschalten kannst, ohne den IP-Schutz zu beeinträchtigen. Das gilt insbesondere für Taschenlampen.
Im Shop kannst Du den Filter auf diese Technologien einstellen. Passende Modelle sind die Taschenlampe P7R Work und die Taschenlampe P6R Work.
Tipp: Mit dem UV-Licht der Taschenlampe P7R Work UV kannst Du austretende Flüssigkeiten, Betriebsstoffe, Diesel, Benzin und Öl sehr schnell erkennen.
Feuerwehr-Lampe mit Handschuhen bedienen
Die Anordnung und Größe der Schalter an der Lampe muss so gewählt sein, dass Du sie selbst mit dicken Handschuhen bedienen kannst. Dafür ist hilfreich:
- Generell große Schalter und Taster, speziell bei Taschenlampen an Längsseite und Rückseite
- Leichtgängiges Fokus-System zum Umstellen zwischen Nah- und Fernlicht
- Hilfreich: Eine Memory Funktion, sodass die Lampe nach dem Ausschalten sofort im zuletzt eingestellten Modus startet.
Feuerwehr-Lampe mit Helmhalterung & Befestigungsmöglichkeiten
Wenn Du im Angriffstrupp das Strahlrohr hältst, Ausrüstung trägst, Räume nach Personen absuchst oder Dir Zugang zu Gebäuden und Wohnungen verschaffen musst, sollte Deine Feuerwehr-Lampe leuchten, ohne dass Du sie in der Hand halten musst.
Gleiches gilt für Maschinisten, Wassertrupp und Schlauchtrupp. Jede Position kann verlangen, dass Du für die Erledigung Deiner Aufgabe selbst für Licht sorgen musst. Das funktioniert mit diesen Lampen:
- Taschenlampe mit Helmhalterung
- Stirnlampen (auch zur Befestigung auf dem Helm)
- Winkelleuchte mit Befestigungsmöglichkeit an Deiner Jacke und Ausrüstung.
Feuerwehr-Lampe mit Akku oder Batterie
Bei langen Einsätzen ist keine Zeit dafür, eine Taschenlampe aufzuladen. Daher sollte der Akku bereits eine hohe Kapazität und damit eine lange Laufzeit haben.
Wähle eine Taschenlampe, deren Akku Du auch leichtgängig gegen einen Vollen austauschen kannst. So kannst Du die Laufzeit leicht verdoppeln oder mit mehreren Akkus vervielfachen.
Die Akkulaufzeit ist immer auch im Zusammenhang mit der Leuchtstärke zu bewerten. Zum Beispiel ist es vorteilhaft, wenn Du im Boost-Modus auf einen hohen Lichtstrom von 900 Lumen zugreifen kannst, der Akku auf mittlerer Leistung aber sechs Stunden durchhält.
Wo werden Feuerwehr-Lampen eingesetzt?
- Zur Beleuchtung der eigenen Arbeit (Je nach Position im Angriffstrupp, Schlauch- bzw. Wassertrupp oder Maschinist.)
- Unterstützung der Kameraden
- Um Menschen in einem verrauchten Wohnhaus, öffentlichen Gebäuden oder Industrieanlagen zu finden und zu retten.
- Bei Einsätzen im Katastrophenfall, z.B. bei einer Überschwemmung.
- Für eine bessere Sicht beim Löschen eines Brands bei Nacht oder in dunklen, verrauchten Räumen, Fluren und Treppenhäusern.
- Zum Ausleuchten einer Unfallstelle, bzw. beim Bergen verletzter Personen aus einem Fahrzeug.
- Zum Schutz vor einer Gewässerverunreinigung, etwa wenn ein Tank mit einem Gefahrstoff leckschlägt.
Arten und Modelle von Lampen für die Feuerwehr
Die Feuerwehr-Winkelleuchte
Der Standard bei Feuerwehr-Lampen ist die Winkelleuchte. Sie gehört zur Fahrzeugausrüstung und wird beim Einsatz mit einem Clip an der Brust befestigt.
Mit der EXC6R und der EXC7R bietet Ledlenser zwei hochwertige Winkelleuchten für die Feuerwehr an. Die EXC7R entspricht von ihren Maßen her den typischen Winkellampe anderer Hersteller. Beide Winkelleuchten erfüllen die Anforderungen an eine ex-geschützte Lampe für die Feuerwehr und können daher überall zum Einsatz kommen.
Sie sind mit einem austauschbaren, leistungsstarken Akku ausgestattet, der sich über eine Ladestation im Einsatzfahrzeug aufladen lässt. Zwei separate LEDs sorgen für gebündeltes Fernlicht oder gleichmäßiges und blendfreies Arbeitslicht im Nahbereich.
Beide Winkellampen haben einen schwenkbaren Lampenkopf. Indem der Lampenkopf nach oben geschwenkt wird, kann die Winkelleuchte auch als Handlampe verwendet werden. Wird die Leuchte an der Brust getragen, kann durch ein Schwenken nach unten der Bereich vor den Füßen ausgeleuchtet werden, ohne dass das Gegenüber geblendet wird. Dank IP68 sind sie sehr gut vor Staub und Wasser geschützt.
LED Taschenlampen bzw. Handlampen für die Feuerwehr
Ergänzend zur Winkelleuchte kommen bei der Feuerwehr auch Handlampen zum Einsatz. LED-Taschenlampen werden entweder in der Hand geführt oder mit der passenden Befestigung auch seitlich am Helm getragen.
Neben explosionsgeschützten Taschenlampen werden zusätzlich noch andere Taschenlampen von der Feuerwehr verwendet, die zum Beispiel auch bei der Polizei oder bei Rettungskräften im Search & Rescue Bereich zum Einsatz kommen.
Passende Taschenlampen haben folgende Vorzüge:
- Dank LED-Technologie erzeugt eine Feuerwehr Taschenlampe eine enorme Helligkeit bei geringem Energieverbrauch. So profitieren Feuerwehrleute von einer langen Akkulaufzeit für Einsätze, die über mehrere Stunden gehen.
- Feuerwehr Taschenlampen sind in der Regel so robust gebaut, dass sie einen Sturz schadlos überstehen. Zudem sind sie staub- und wasserdicht.
- Je nach Modell verfügen manche LED-Lampen über mehrere Leuchtmodi, darunter verschiedene Signal- und Blinkmodi, um die Kommunikation und die Sichtbarkeit zu verbessern, was unter anderem bei Rettungseinsätzen während eines Sturms oder einer Überflutung wichtig sein kann.
Stirnlampen und Helmlampen für die Feuerwehr
Da Feuerwehrleute im Einsatz die Hände frei haben müssen, gehören auch Stirn- oder Helmlampen zur typischen Ausrüstung. Der Lichtstrahl folgt somit immer der Blickrichtung.
Die Stirnlampen mit entsprechender Halterung oder elastischem Band können am Feuerwehrhelm angebracht werden. Beachte dabei, wie sich das Visier Deines Helms öffnet und wie viel Platz für eine Lampe gegeben ist.
Flutlichter für die Feuerwehr
Um eine Unfallstelle schnell ausleuchten zu können, werden tragbare Flutlichter verwendet. Diese spenden schnell sehr viel Licht und sind ideal, um sich einen ersten Eindruck über eine Situation zu verschaffen. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Baustrahler AF12R Work von Ledlenser. Das Flutlicht erzeugt mit bis zu 8000 Lumen genug Helligkeit, um einen Unfallort vollflächig auszuleuchten.
Explosionsgeschützte LED-Taschenlampen für die Feuerwehr (ATEX-zertifiziert)
Damit es in sogenannten EX-Bereichen bei einem Einsatz nicht zu einer Explosion kommt, dürfen dort nur Geräte genutzt werden, die den Normen der ATEX-Richtlinien der Europäischen Union entsprechen. So wird verhindert, dass die Lampe ein Luft-Gas-Gemisch entzündet.
Die Winkelleuchten der EX-Serie von Ledlenser sind entsprechend zertifiziert und speziell für Einsätze dieser Art konzipiert. Wie von allen Ledlenser-Lampen gewohnt, sind auch diese Modelle leistungsstark und für den Einsatz in Gefahrensituationen entwickelt worden. Ausgestattet mit einer Schlaufe und einem drehbaren Clip lassen sie sich einfach an der Feuerwehrausrüstung befestigen.
Weitere Einsatzbereiche
Feuerwehr-Lampe – Häufige Fragen und Antworten
Brauche ich als Feuerwehrmann eine eigene Lampe?
Das kommt auf die Ausstattung Deiner Feuerwehr an. Winkelleuchten gehören oft zur Fahrzeugausrüstung, werden aber nicht immer individuell ausgegeben. Viele Einsatzkräfte nutzen zusätzlich eigene Taschenlampen oder Helmlampen, um in jeder Situation zuverlässig Licht zu haben.
Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Taschenlampe und einer Feuerwehrlampe?
Feuerwehrlampen sind robuster, wasser- und staubdicht und auf den Einsatz mit Handschuhen ausgelegt. Sie müssen bei Hitze, Regen, Rauch und Schlamm funktionieren, auch dann, wenn andere Technik versagt. Außerdem sind viele Modelle explosionsgeschützt und erfüllen die dafür geltenden Normen.
Was bedeutet „explosionsgeschützt“ bei einer Feuerwehr-Lampe?
Explosionsgeschützte Lampen sind nach der ATEX-Richtlinie zertifiziert. Sie dürfen dort verwendet werden, wo brennbare Gase oder Dämpfe vorhanden sind. Solche Lampen verhindern durch ihre Bauweise jede Form von Zündquelle, etwa Funkenbildung oder heiße Oberflächen.
Was bringt eine Memory Funktion bei Feuerwehrlampen?
Mit dieser Funktion startet die Lampe beim Einschalten im zuletzt gewählten Modus. Praktisch, wenn Du im Einsatz keine Zeit hast, durch verschiedene Lichtstufen zu schalten.
Was ist der Vorteil von Winkelleuchten gegenüber Taschenlampen?
Winkelleuchten lassen sich an der Brust befestigen und leuchten den Bereich vor Dir automatisch aus. Du hast somit die Hände frei, beim Halten des Strahlrohres, bei der Personensuche oder beim Öffnen von Türen.
Sind LED-Lampen für den Feuerwehreinsatz geeignet?
Ja, die LED-Technik bietet hohe Leuchtkraft, lange Akkulaufzeit und geringe Wärmeentwicklung. Viele Feuerwehrlampen setzen inzwischen ausschließlich auf LEDs.