Chinesische Mitarbeiter
Chinesische Mitarbeiter

DER MANN, DER DAS LICHT NEU ERFAND

Ein Vierteljahrhundert nach der Gründung von Ledlenser führt der Blick zurück an einen unscheinbaren Ort: eine Werkbank, an der ein Mann eine der ersten LEDs zwischen den Fingern hält. Das Licht ist schwach, kaum mehr als ein Punkt, doch es flackert nicht, wird nicht heiß, verschleißt nicht. Erich Buhl spürt in diesem Moment, dass hier etwas anderes beginnt als nur ein weiteres technisches Experiment. „Das ist nicht nur eine neue Lichtquelle“, wird er später sagen. „Das ist eine neue Denkweise über Licht.“

Was in diesem Moment noch wirkt wie ein Gedanke, der noch keinen Platz hat, erweist sich rückblickend als der Ausgangspunkt einer Idee, die eine ganze Branche verändern wird. Um die Jahrtausendwende entwickelt Erich mit der LEDSchlüsselleuchte *Photonenpumpe V8* die erste eigene Lampe – klein, handlich, unscheinbar. Sie trifft einen Nerv: millionenfach verkauft, wird sie für viele Menschen zum ersten Berührungspunkt mit LEDLicht. Für Erich ist sie der Beweis, dass aus einer vermeintlichen Spielerei etwas Relevantes entstehen kann. Ihm wird klar, was andere noch bezweifeln: LEDs sind kein Ersatz für Glühbirnen – sie markieren den Anfang von etwas völlig Neuem.

EIN MESSIE-KOSMOS VOLLER IDEEN

Doch zwischen dieser Erkenntnis und ihrer Umsetzung liegt kein geradliniger Weg. Die Anfänge sind geprägt von Improvisation – und von Erichs beharrlichem Drängen, seine Ansätze weiterzudenken. „Erich kam am Anfang immer mit seinen Ideen an – und irgendwann hat man ihm dann einen Arbeitsvertrag angeboten“, erinnert sich Bennedetto Di Bella, Rufname Benno, Ledlenser-Mitarbeiter der ersten Stunde. Wenig später steht er nicht mehr nur mit Ideen in der Tür, sondern hat einen festen Platz im Haus – und eine eigene Werkbank.

Auf dieser Werkbank stapeln sich Notizzettel, zerlegte Taschenlampen, Schaltpläne und Lötzinnreste. Der Geruch von warmem Elektronikharz liegt in der Luft, irgendwo brummt ein Transformator. Es ist, wie er es heute nennt, sein produktivster „Messie-Kosmos“.

Die Herausforderungen sind zahlreich. LEDs sind zu schwach, Batterien halten nicht lange genug, Kühlungslösungen fehlen noch gänzlich. Die, die über Expertise verfügen, erklären ihm, dass LED-Taschenlampen niemals mit konventionellen Modellen mithalten können. Gerade daran entzündet sich Erichs Ehrgeiz. „Zweifel“, sagt er, „gehören dazu. Man darf nur nicht aufhören, bevor man selbst ausprobiert hat, was möglich ist.“

Auch Freunde und Familie reagieren zunächst skeptisch. „Interessant … aber wofür braucht man das?“, lautet eine häufige Frage. Doch sobald jemand den ersten gebündelten LED-Lichtstrahl sieht, kippt die Skepsis in Staunen.

DIE ERFINDUNG EINES NEUEN LICHTERLEBNISSES

Aus dieser Phase des Suchens und Zweifelns kristallisiert sich schließlich der entscheidende Gedanke heraus – ausgelöst durch eine Frage, die typisch für Erichs Denken ist: Warum muss man sich entscheiden? Warum entweder ein fokussierter Fernstrahl – oder eine gleichmäßige Ausleuchtung?

Mit wachsender Erfahrung und wachsendem Vertrauen in die eigene Idee folgt einige Jahre später der nächste Schritt. Das Advanced Focus System, das damals sogar patentiert wurde, entsteht aus dem Wunsch, Gegensätze zu vereinen: die Präzision eines Spotlights mit der Fläche eines Fluters. Ein optisches Hybridkonzept, das beides ermöglicht, muss her. Als Erich den ersten Prototyp in seinem Lichtlabor testet, dreht er den Lampenkopf – und beobachtet, wie das Licht „butterweich“ vom breiten Lichtteppich zum gestochen scharfen Fernstrahl gleitet. In diesem Moment weiß er: Das ist mehr als eine Verbesserung. „Es ist eine neue Art, Licht zu erleben“, ist Erich stolz.

VON DER IDEE ZUR MARKE

Mit dem Erfolg dieser Technologie verschiebt sich auch der Maßstab. Der Übergang von der Erfindung zur Serie fühlt sich für Erich unwirklich an. Jahrelang hat er mit Einzelstücken gearbeitet, jeder Prototyp ein Unikat. Und plötzlich stehen Paletten voller Lampen da, identisch, funktionierend – seine Idee in Serie. Erich hat Gänsehaut.

Die erste Serie ist, die P-Serie. Sie wird zum Fundament von Ledlenser. Technisch wie symbolisch steht sie für Präzision, Leistung, Brillanz – und für den Anspruch, Licht nicht einfach heller, sondern besser zu machen. Benno erinnert sich noch gut daran, dass Erich die erste P7 selbst gebaut hat. „Er hat immer richtig gute Ideen“, sagt er. „Und er ist dabei unglaublich gelassen – einfach ein guter Mensch.“

Mit der P7 erscheint einige Jahre später jene Lampe, die für viele zum Inbegriff der Marke wird: ein klarer, reduzierter Entwurf, robust, zuverlässig, millionenfach im Einsatz. Die P7 wird zum absoluten Bestseller – und zur Ikone unter den Taschenlampen. In ihr verdichten sich Erichs Denken, seine Erfahrung und sein Anspruch an gutes Licht.

LIGHT WITH IMPACT

Je weiter sich die Lampen verbreiten, desto deutlicher zeigt sich, wofür sie gebraucht werden. Aus dem Tüftlerprojekt wird mit den Jahren eine globale Wirkung. Ledlenser-Lampen kommen heute dort zum Einsatz, wo Zuverlässigkeit zählt: im Handwerk, in der Industrie, bei Einsatzkräften, draußen beim Sport und in der Natur sowie im täglichen Leben.

Auf die anfänglichen Fragen, wozu man so eine Lampe denn bräuchte, bekommt Erich in den Anfangsjahren immer neue Antworten. So schrieb ihm einst ein Bergretter, dass eine Ledlenser-Lampe geholfen habe, vermisste Wanderer bei Nacht zu finden. Ohne das fokussierte Licht hätte der Einsatz anders enden können. „Da wurde mir klar“, sagt Erich, „das hier ist mehr als Technik. Es hilft Menschen ganz konkret.“

GRENZEN VERSCHIEBEN

Doch was geschieht, wenn ein Erfinder seinen Anspruch ins Extreme treibt? Wenn es nicht mehr darum geht, ein Produkt zu optimieren, sondern eine Idee bis an ihre Grenze zu denken.

Genau ein solcher Moment ist der Weltrekordversuch. 2011 baut Erich mit seinem Team die größte Taschenlampe der Welt – eine vier Meter lange, 216 Kilogramm schwere Nachbildung der X21 mit einer Lichtleistung von 100.000 Lumen. Ein Projekt höchster Ingenieurskunst, ausgezeichnet mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. „Wann immer ich Erich sehe, denke ich an unseren Weltrekord. Er hatte diesen unglaublichen Anspruch – nicht nur etwas zu bauen, sondern scheinbar Unerreichbares zu schaffen. Wie der Weltrekord beweist,“ sagt Brigitte Pautzke, die Erich seit 25 Jahren kennt. „Und gleichzeitig ist er so ein bodenständiger und sympathischer Mensch.“

EIN BLICK NACH VORN

Der Blick nach vorn ergibt sich beinahe zwangsläufig aus dem, was Erichs Arbeit von Beginn an getragen hat: beharrlicher Zweifel, der Drang, Gegensätze zu vereinen, und der Anspruch, Licht nicht nur heller, sondern besser zu machen. Was heute selbstverständlich klingt, hätte vor 25 Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Licht, das sich fokussieren lässt, das sich an Situationen anpasst, das Gegensätze vereint – auch das Advanced Focus System galt einst als technisch kaum umsetzbar.

Dass solche Ideen zunächst Zweifel hervorrufen, hält Erich mittlerweile „für einen notwendigen Teil des Prozesses. Zweifel gehören dazu. Große Ideen beginnen oft als kleine Unwahrscheinlichkeiten.“ Entscheidend sei, „sich von diesem Zweifel nicht aufhalten zu lassen – und nicht nur Begleiter fremder Erfolge zu sein, sondern etwas Eigenes zu schaffen.“ Etwas, das bleibt.

Was mit einem winzigen Lichtpunkt begann, ist heute eine Marke, die weltweit Orientierung gibt. 25 Jahre nach den ersten Experimenten an einer überfüllten Werkbank steht Ledlenser für portables Licht, auf das Menschen sich verlassen – getragen von der Idee eines Erfinders, der nie das Rampenlicht sucht und doch dafür sorgt, dass viele Menschen im richtigen Licht stehen.

DER MANN, DER DAS LICHT NEU ERFAND

Ein Vierteljahrhundert nach der Gründung von Ledlenser führt der Blick zurück an einen unscheinbaren Ort: eine Werkbank, an der ein Mann eine der ersten LEDs zwischen den Fingern hält. Das Licht ist schwach, kaum mehr als ein Punkt, doch es flackert nicht, wird nicht heiß, verschleißt nicht. Erich Buhl spürt in diesem Moment, dass hier etwas anderes beginnt als nur ein weiteres technisches Experiment. „Das ist nicht nur eine neue Lichtquelle“, wird er später sagen. „Das ist eine neue Denkweise über Licht.“

Was in diesem Moment noch wirkt wie ein Gedanke, der noch keinen Platz hat, erweist sich rückblickend als der Ausgangspunkt einer Idee, die eine ganze Branche verändern wird. Um die Jahrtausendwende entwickelt Erich mit der LEDSchlüsselleuchte *Photonenpumpe V8* die erste eigene Lampe – klein, handlich, unscheinbar. Sie trifft einen Nerv: millionenfach verkauft, wird sie für viele Menschen zum ersten Berührungspunkt mit LEDLicht. Für Erich ist sie der Beweis, dass aus einer vermeintlichen Spielerei etwas Relevantes entstehen kann. Ihm wird klar, was andere noch bezweifeln: LEDs sind kein Ersatz für Glühbirnen – sie markieren den Anfang von etwas völlig Neuem.

EIN MESSIE-KOSMOS VOLLER IDEEN

Doch zwischen dieser Erkenntnis und ihrer Umsetzung liegt kein geradliniger Weg. Die Anfänge sind geprägt von Improvisation – und von Erichs beharrlichem Drängen, seine Ansätze weiterzudenken. „Erich kam am Anfang immer mit seinen Ideen an – und irgendwann hat man ihm dann einen Arbeitsvertrag angeboten“, erinnert sich Bennedetto Di Bella, Rufname Benno, Ledlenser-Mitarbeiter der ersten Stunde. Wenig später steht er nicht mehr nur mit Ideen in der Tür, sondern hat einen festen Platz im Haus – und eine eigene Werkbank.

Auf dieser Werkbank stapeln sich Notizzettel, zerlegte Taschenlampen, Schaltpläne und Lötzinnreste. Der Geruch von warmem Elektronikharz liegt in der Luft, irgendwo brummt ein Transformator. Es ist, wie er es heute nennt, sein produktivster „Messie-Kosmos“.

Die Herausforderungen sind zahlreich. LEDs sind zu schwach, Batterien halten nicht lange genug, Kühlungslösungen fehlen noch gänzlich. Die, die über Expertise verfügen, erklären ihm, dass LED-Taschenlampen niemals mit konventionellen Modellen mithalten können. Gerade daran entzündet sich Erichs Ehrgeiz. „Zweifel“, sagt er, „gehören dazu. Man darf nur nicht aufhören, bevor man selbst ausprobiert hat, was möglich ist.“

Auch Freunde und Familie reagieren zunächst skeptisch. „Interessant … aber wofür braucht man das?“, lautet eine häufige Frage. Doch sobald jemand den ersten gebündelten LED-Lichtstrahl sieht, kippt die Skepsis in Staunen.

Chinesische Mitarbeiter

DIE ERFINDUNG EINES NEUEN LICHTERLEBNISSES

Aus dieser Phase des Suchens und Zweifelns kristallisiert sich schließlich der entscheidende Gedanke heraus – ausgelöst durch eine Frage, die typisch für Erichs Denken ist: Warum muss man sich entscheiden? Warum entweder ein fokussierter Fernstrahl – oder eine gleichmäßige Ausleuchtung?

Mit wachsender Erfahrung und wachsendem Vertrauen in die eigene Idee folgt einige Jahre später der nächste Schritt. Das Advanced Focus System, das damals sogar patentiert wurde, entsteht aus dem Wunsch, Gegensätze zu vereinen: die Präzision eines Spotlights mit der Fläche eines Fluters. Ein optisches Hybridkonzept, das beides ermöglicht, muss her. Als Erich den ersten Prototyp in seinem Lichtlabor testet, dreht er den Lampenkopf – und beobachtet, wie das Licht „butterweich“ vom breiten Lichtteppich zum gestochen scharfen Fernstrahl gleitet. In diesem Moment weiß er: Das ist mehr als eine Verbesserung. „Es ist eine neue Art, Licht zu erleben“, ist Erich stolz.

VON DER IDEE ZUR MARKE

Mit dem Erfolg dieser Technologie verschiebt sich auch der Maßstab. Der Übergang von der Erfindung zur Serie fühlt sich für Erich unwirklich an. Jahrelang hat er mit Einzelstücken gearbeitet, jeder Prototyp ein Unikat. Und plötzlich stehen Paletten voller Lampen da, identisch, funktionierend – seine Idee in Serie. Erich hat Gänsehaut.

Die erste Serie ist, die P-Serie. Sie wird zum Fundament von Ledlenser. Technisch wie symbolisch steht sie für Präzision, Leistung, Brillanz – und für den Anspruch, Licht nicht einfach heller, sondern besser zu machen. Benno erinnert sich noch gut daran, dass Erich die erste P7 selbst gebaut hat. „Er hat immer richtig gute Ideen“, sagt er. „Und er ist dabei unglaublich gelassen – einfach ein guter Mensch.“

Mit der P7 erscheint einige Jahre später jene Lampe, die für viele zum Inbegriff der Marke wird: ein klarer, reduzierter Entwurf, robust, zuverlässig, millionenfach im Einsatz. Die P7 wird zum absoluten Bestseller – und zur Ikone unter den Taschenlampen. In ihr verdichten sich Erichs Denken, seine Erfahrung und sein Anspruch an gutes Licht.

Chinesische Mitarbeiter

LIGHT WITH IMPACT

Je weiter sich die Lampen verbreiten, desto deutlicher zeigt sich, wofür sie gebraucht werden. Aus dem Tüftlerprojekt wird mit den Jahren eine globale Wirkung. Ledlenser-Lampen kommen heute dort zum Einsatz, wo Zuverlässigkeit zählt: im Handwerk, in der Industrie, bei Einsatzkräften, draußen beim Sport und in der Natur sowie im täglichen Leben.

Auf die anfänglichen Fragen, wozu man so eine Lampe denn bräuchte, bekommt Erich in den Anfangsjahren immer neue Antworten. So schrieb ihm einst ein Bergretter, dass eine Ledlenser-Lampe geholfen habe, vermisste Wanderer bei Nacht zu finden. Ohne das fokussierte Licht hätte der Einsatz anders enden können. „Da wurde mir klar“, sagt Erich, „das hier ist mehr als Technik. Es hilft Menschen ganz konkret.“

GRENZEN VERSCHIEBEN

Doch was geschieht, wenn ein Erfinder seinen Anspruch ins Extreme treibt? Wenn es nicht mehr darum geht, ein Produkt zu optimieren, sondern eine Idee bis an ihre Grenze zu denken.

Genau ein solcher Moment ist der Weltrekordversuch. 2011 baut Erich mit seinem Team die größte Taschenlampe der Welt – eine vier Meter lange, 216 Kilogramm schwere Nachbildung der X21 mit einer Lichtleistung von 100.000 Lumen. Ein Projekt höchster Ingenieurskunst, ausgezeichnet mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. „Wann immer ich Erich sehe, denke ich an unseren Weltrekord. Er hatte diesen unglaublichen Anspruch – nicht nur etwas zu bauen, sondern scheinbar Unerreichbares zu schaffen. Wie der Weltrekord beweist,“ sagt Brigitte Pautzke, die Erich seit 25 Jahren kennt. „Und gleichzeitig ist er so ein bodenständiger und sympathischer Mensch.“

Chinesische Mitarbeiter

EIN BLICK NACH VORN

Der Blick nach vorn ergibt sich beinahe zwangsläufig aus dem, was Erichs Arbeit von Beginn an getragen hat: beharrlicher Zweifel, der Drang, Gegensätze zu vereinen, und der Anspruch, Licht nicht nur heller, sondern besser zu machen. Was heute selbstverständlich klingt, hätte vor 25 Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Licht, das sich fokussieren lässt, das sich an Situationen anpasst, das Gegensätze vereint – auch das Advanced Focus System galt einst als technisch kaum umsetzbar.

Dass solche Ideen zunächst Zweifel hervorrufen, hält Erich mittlerweile „für einen notwendigen Teil des Prozesses. Zweifel gehören dazu. Große Ideen beginnen oft als kleine Unwahrscheinlichkeiten.“ Entscheidend sei, „sich von diesem Zweifel nicht aufhalten zu lassen – und nicht nur Begleiter fremder Erfolge zu sein, sondern etwas Eigenes zu schaffen.“ Etwas, das bleibt.

Was mit einem winzigen Lichtpunkt begann, ist heute eine Marke, die weltweit Orientierung gibt. 25 Jahre nach den ersten Experimenten an einer überfüllten Werkbank steht Ledlenser für portables Licht, auf das Menschen sich verlassen – getragen von der Idee eines Erfinders, der nie das Rampenlicht sucht und doch dafür sorgt, dass viele Menschen im richtigen Licht stehen.

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