Das Wichtigste zum CRI-Wert in Kürze
- Der CRI (Color Rendering Index) beschreibt auf einer Skala von 0 bis 100, wie naturgetreu eine Lichtquelle Farben im Vergleich zu einer Referenz wiedergibt.
- Ein CRI von 80 gilt als Standard für Wohn- und Arbeitsbereiche. Ein CRI ab 90 ist für professionelle Arbeiten geeignet, bei denen Farbechtheit wichtig ist, wie Handwerk, Medizin oder Fotografie.
- Der CRI beschreibt ausschließlich die Farbtreue einer Lichtquelle und ist unabhängig von Farbtemperatur (Kelvin) und Lichtstrom (Lumen).
Was bedeutet der CRI-Wert bei Licht?
Der Color Rendering Index (CRI), zu Deutsch Farbwiedergabeindex (Ra), beschreibt, wie naturgetreu eine Lichtquelle Farben im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle wiedergibt, die das Tageslicht simuliert. Er wird auf einer Skala von 0 bis 100 angegeben, wobei 100 einer perfekten Farbwiedergabe entspricht, wie sie zum Beispiel Glühlampen oder Tageslicht erreichen können.
Wie wird der CRI berechnet?
Der CRI wird berechnet, indem die Farbwiedergabe einer Lichtquelle mit acht definierten Testfarben (R1 bis R8) verglichen und daraus ein Mittelwert gebildet wird. Zum Abgleich dient eine Referenzlichtquelle: Unter 5.000 Kelvin dient ein Glühlampenlicht als Vergleich, ab 5.000 Kelvin ein Tageslichtspektrum. Das Ergebnis ist die Kennzahl, die üblicherweise auf Lampen angegeben wird.
- Für den offiziellen CRI werden acht Pastellfarben (R1–R8) herangezogen, deren Ergebnisse gemittelt werden.
- Gesättigte Rottöne (R9) werden dabei nicht berücksichtigt, sind aber wichtig für Hauttöne, Blut, Lebensmittel oder rote Kabel.
- Erweiterte Verfahren nutzen bis zu 14 Testfarben, darunter Hauttöne (R13, R15), um realistischere Werte zu liefern.
Beispiel für gleichen CRI mit unterschiedlicher Rotwiedergabe:
Zwei Lampen mit CRI 80 können sehr unterschiedlich wirken, wenn eine hohe und die andere eine niedrige R9-Wiedergabe hat.
Eine Lampe mit CRI 80 und R9 = 0 lässt Haut fahl und rote Kabel matt erscheinen.
Eine Lampe mit CRI 80 und R9 = 60 wirkt bei gleicher Angabe deutlich natürlicher.
Was ist ein guter CRI-Wert bei LED-Lampen?
Ein CRI von mindestens 80 gilt als Standard für Arbeitsplätze, Wohnungen und Aufenthaltsbereiche wie Pausenräume oder Hotellobbys. Ein CRI von über 90 wird für Medizin, Fotografie, Qualitätskontrolle, Lackierereien und weitere Bereiche empfohlen, in denen eine exakte Farbwiedergabe von großer Bedeutung ist. Diese Schwellenwerte sind in Normen wie der EN 12464-1 für die Beleuchtung von Arbeitsstätten verankert.
| Anwendung | Empfohlener CRI | Besonderheiten |
| Büro- und Wohnräume | ≥ 80 | Standard nach EN 12464-1 |
| Werkstätten, Handwerk, Inspektion | ≥ 90 | R9 wichtig für Kabel- und Materialfarben |
| Medizinische Bereiche | ≥ 90 | Exakte Farberkennung bei Haut und Gewebe |
| Fotografie & Film | ≥ 90 | R9/R13 wichtig für Hauttöne |
| Kunst & Museen | ≥ 90 | Detail- und Farbtreue bei Exponanten |
Wie unterscheidet sich CRI von Farbtemperatur und Helligkeit?
Der CRI beschreibt ausschließlich die Farbwiedergabequalität einer Lichtquelle und hat keinen direkten Zusammenhang mit Farbtemperatur (Kelvin) oder Lichtstrom (Lumen). Eine Lampe kann also einen hohen CRI haben, unabhängig davon, ob sie warmweiß oder kaltweiß leuchtet und wie hell sie ist.
CRI und Kelvin messen unterschiedliche Eigenschaften, aber bei der Bestimmung des CRI wird die Lichtquelle immer mit einer Referenz gleicher Farbtemperatur verglichen: unter 5000 K mit Glühlampenlicht, ab 5000 K mit einem Tageslichtspektrum.
- CRI (Color Rendering Index): Maß für naturgetreue Farbwiedergabe im Vergleich zu einer Referenz.
- Farbtemperatur (Kelvin): Bestimmt, ob das Licht warmweiß (z. B. 2700 K) oder kaltweiß (z. B. 6000 K) wirkt.
- Lichtstrom (Lumen), als “Helligkeit” bezeichnet: Gibt die gesamte abgegebene Lichtmenge an.
Beispiel:
Eine LED-Lampe mit 4000 K und CRI 90 kann Farben realistischer darstellen als eine Lampe mit 6000 K und CRI 70, obwohl letztere subjektiv „weißer“ wirkt.
Welche Grenzen hat der CRI?
Der CRI hat Grenzen, weil er nur auf acht definierten Testfarben basiert und damit nicht alle Farbnuancen realistisch bewertet. Eine Lampe kann also einen hohen CRI haben, obwohl wichtige Farbtöne wie kräftiges Rot schwach wiedergegeben werden.
- Nur R1 bis R8 berücksichtigt: Diese Pastellfarben spiegeln die Realität nicht vollständig wider.
- R9 fehlt: Gesättigtes Rot wird nicht in die grundlegende Berechnung einbezogen, ist aber wichtig für Hauttöne, Blut oder Kabelkennzeichnungen.
- Täuschend hohe Werte: Zwei Lichtquellen mit CRI 80 können stark unterschiedlich wirken, je nach R9-Wiedergabe.
- Keine Aussage zur Sättigung: Der CRI bewertet nur die Treue der Farbwiedergabe, nicht, ob Farben kräftiger oder matter wirken.
Was sind Alternativen zum CRI?
Als Alternative zum CRI sind die Verfahren TM-30 und TLCI entstanden, die Farben differenzierter und praxisnäher bewerten. Diese Indizes berücksichtigen deutlich mehr Farbmuster und liefern genauere Aussagen zur Lichtqualität.
TM-30 der Illuminating Engineering Society, USA
TM-30 wird vor allem in der Lichtindustrie, Forschung und Normungsarbeit genutzt, weil es mit 99 Testfarben viel differenzierter bewertet. Für Architekten, Lichtplaner oder Industrieentwickler liefert es verlässliche Zusatzinfos.
- Nutzt 99 Testfarben statt nur acht.
- Kennzahlen: Rf (Fidelity = Farbtongenauigkeit) und Rg (Gamut = Farbsättigung).
- Liefert Diagramme, die zeigen, ob Farben natürlicher, gesättigter oder blasser wirken.
TLCI (Television Lighting Consistency Index):
TLCI ist speziell auf Film, Fernsehen und Broadcast zugeschnitten und hat dort in den letzten Jahren CRI ersetzt. Es zeigt, wie Kameras Farben „sehen“, nicht wie das menschliche Auge sie wahrnimmt.
- Entwickelt für Film- und Fernsehproduktionen.
- Bewertet, wie eine Kamera Farben unter einer Lichtquelle wahrnimmt.
- Hilfreich, wenn es um Hauttöne oder genaue Farbdarstellung auf Bildmaterial geht.
CRI bleibt der Standard für Alltags- und Arbeitsplatzbeleuchtung
- In Normen wie zum Beispiel der EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten) ist nach wie vor der CRI ≥ 80 als Mindeststandard festgelegt.
- Private Beleuchtung: Verbraucher und Hersteller arbeiten praktisch ausschließlich mit CRI-Angaben, weil sie einfach verständlich und weltweit etabliert sind.
- Produktdatenblätter & Verpackungen: Hersteller geben den CRI standardmäßig an; TM-30 oder TLCI sind nur in speziellen Segmenten zu finden.
LED-Lampen mit hohem CRI von Ledlenser
Unsere Lampen der Work-Reihe sind für den täglichen und intensiven Gebrauch konzipiert. Die Modelle mit sehr hohem CRI von über 90 sind geeignet, wenn Deine Arbeit eine exakte Farbwiedergabe verlangt: Verkabelung, Farbnuancen im Kfz-Bereich und Gutachten, Elektronik- und Platinenprüfung, Maler- und Lackierarbeiten, Textil- und Stoffprüfung in Mode und Design, Qualitätskontrolle in der Industrie wie bei Beschichtungen und viele mehr.
Taschenlampe P6R Work
Die überragende Staub- und Wasser-Schutzklasse IP68, umfangreiche Schutzelemente und die Chemikalienresistenz der Lampe sorgen für extreme Robustheit und Langlebigkeit. Dazu leuchtet die P6R Work mit neutralweißem Licht (4000 Kelvin) und bietet eine besonders natürliche Farbwiedergabe.
- CRI 90
- Lichtstrom: bis 850 Lumen
- Leuchtweite: bis zu 230 Meter
- Leuchtdauer: bis zu 45 Stunden im niedrigsten Modus
- Ladezeit: 225 Minuten
- Dichtigkeit: IP68
Taschenlampe P7R Work
Wasser und Staub können der P7R Work überhaupt nichts anhaben (IP68). Die Schutzelemente sorgen dafür, dass auch Stöße locker abgefangen werden. Und schließlich erweist sich das Material des Gehäuses als resistent gegen Chemikalien. Die inneren Werte der P7R Work sind aber genauso beeindruckend. Extreme Lichtleistung, ein CRI-Wert von 90 für besonders natürliche Farbwiedergabe, personalisierbare Lichtfunktionen, das praktische Magnetladesystem und ein diffuses weißes Hilfslicht sind nur einige der verfügbaren Features neben unserem patentierten Advanced Focus System.
- CRI 90
- Lichtstrom: bis 1.200 Lumen
- Leuchtweite: bis zu 240 Meter
- Leuchtdauer: bis zu 60 Stunden im niedrigsten Modus
- Ladezeit: 270 Minuten
- Dichtigkeit: IP68
Taschenlampe P7R Work UV
Zusätzlich zu ihrer starken Lichtleistung und einem CRI-Wert von 90 für besonders natürliche Farbwiedergabe verfügt die Lampe über ein kontraststarkes UV-Licht an der Seite des Gehäuses, das beispielsweise zur Prüfung der Echtheit von Dokumenten oder zur Flüssigkeitssuche dient.
- CRI 90
- Lichtstrom: bis 1.200 Lumen
- Leuchtweite: bis zu 240 Meter
- Leuchtdauer: bis zu 60 Stunden im niedrigsten Modus
- Ladezeit: 270 Minuten
- Dichtigkeit: IP68
Stirnlampe H7R Work
Die intuitiv bedienbare H7R Work liefert das perfekte Licht zum Arbeiten: hell, konstant, neutralweiß und flimmerfrei. Der hohe CRI-Wert von 90 sorgt für eine natürliche Farbwiedergabe. Zudem ist die Lampe umfangreich gegen Staub, Wasser und Stöße geschützt und überzeugt mit breitem Lieferumfang. Die H7R Work ist stufenlos dimmbar und der Lichtkegel kann dank patentiertem Advanced Focus System stufenlos fokussiert werden.
- CRI 90
- Lichtstrom: bis 1.000 Lumen
- Leuchtweite: bis zu 250 Meter
- Leuchtdauer: bis zu 60 Stunden im niedrigsten Modus
- Ladezeit: 210 Minuten
- Dichtigkeit: IP67
Stirnlampe H15R Work
Die H15R Work ist das Arbeitstier unter den Stirnlampen. Sie vereint extreme Leuchtstärke, stufenloses Fokussieren und maximale Robustheit. Sie bietet konstantes, neutralweißes und flimmerfreies Licht mit hoher Farbwiedergabe, stufenloses Dimmen, extremen Stoß-, Staub- und Wasserschutz, mikrobenresistentes Material und umfangreiches Zubehör. Alles an der H15R Work ist darauf ausgerichtet, Profis bei der Arbeit das beste Licht zu liefern.
- CRI 90
- Lichtstrom: bis 2.500 Lumen
- Leuchtweite: bis zu 250 Meter
- Leuchtdauer: bis zu 70 Stunden im niedrigsten Modus
- Ladezeit: 330 Minuten
- Dichtigkeit: IP67